Südostküste (Samstag, 1. November)

Ihsan meinte noch, ich solle mich nicht wundern, wenn sein Wecker um fünf Uhr klingelt und er nicht aufwacht, aber anscheinend hat er es geschafft, früher wach zu werden, um fristgerecht beten zu können.

In der Übernachtung ist ein Frühstückscoupon inbegriffen, den wir einzulösen gedenken. Der gänzlich leere Speisesaal weist keinen Mitarbeiter auf, der diesen kontrollieren würde, aber das Büffet wird so oder so nicht leer. Kürbisstücke, Suppen, Reis, Nudelbowls und viele weitere herzhafte Nahrungsmittel reihen sich aneinander. Garantiert stehen die heute nicht zum ersten Mal auf der Theke. Ich brauche morgens aber einfach etwas Süßes, immerhin gibt es Tees, ein Toastbrotfließband und Marmelade aus winzigen Plastikbehältern.

Industriell anmutender Toaster: langsam rutschen die Scheiben durch die bestrahlte Anlage
Seasonal fruits: diversifiziertes Obstbüffet

Für heute ist eine Wanderung geplant, das Wetter scheint mitzumachen und ansonsten gibt es nicht allzu viel, was man alternativ tun könnte. Ihsan legt sich vorher aber nochmal aufs Ohr; seit er in Taiwan ist, sei er oft sehr müde. Um 11 geht’s aber los, einer der seltenen Busse bringt uns in 20 Minuten an den Fuß des nächsten Berges. Auf der Fahrt telefoniert Ihsan, wie quasi jeden Tag, mit Freunden in Berlin. Faszinierend finde ich den fließenden Wechsel zwischen Deutsch und Türkisch, manche Gesprächsfetzen verstehe ich, manche nicht. Dabei fallen viele türkische Wörter, die ich aus der deutschen Jugendsprache kenne und die das Telefonat klischeehaft asozial klingen lassen. „Vallah was ein Bastard“ bspw. legt einfach nicht besonders nah, dass die Konversation sich auf hohem intellektuellem Niveau befinden könnte. Verpflegung holen wir aus dem 7/11, dann biegen wir in eine Seitenstraße ab, die den Hang hinaufführt. Neben alten Autos mit Charme stehen am Straßenrand Käfige, in denen Hunde ihre Zähne fletschen und durch Gebell ihre Abneigung signalisieren. Woher kommt das, vielleicht schlechte Erziehung? Leicht gefährlich wird es an der Kurve, die endgültig auf den Bergweg führt: Zwei Hunde ohne Kette kommen uns näher, einer davon mit Trichter um den Hals und nur drei Beinen. Beide knurren und Ihsan ruft zurück, das lässt sie zurückweichen. Allerdings kommen sie wieder, nur Gebrüll unsererseits scheucht sie ein paar Schritte zurück. Ein alter Mann kommt aus einer Hütte und versucht energielos, seine Viecher zurückzupfeifen. Diese Passage gemeistert, wartet die nächste Hölle 200 Meter vor uns. Die Straße führt nämlich direkt durch eine Art Werkstatt-Bauernhof, auf dem insgesamt bestimmt zehn Hunde Wache halten. Als der erste uns bemerkt, zeigt er nicht nur Zähne und kommt so nah seine Kette es erlaubt, sondern er warnt seine Artgenossen auch mithilfe lautstarken Gebells. An ihm kommen wir gut vorbei, aber sehen dann weitere Köter, die theoretisch auf uns einwirken könnten. Ihsan, den ich eigentlich als Hundefreund eingeschätzt hatte, hat Angst und will nach einer halben Überquerung lieber umkehren. Verdenken kann ich es ihm nicht: Wer weiß, was passiert, wenn sich eine von den Bestien löst und uns die Tollwut überträgt. Alleine würde ich niemals durchgehen, aber jemanden dabei zu haben, motiviert mich genauso wie das Ziel, eigene Grenzen zu überwinden. Es kommt niemand aus den Häusern, obwohl das Gejohle teilweise ohrenbetäubend ist. Vielleicht sind die Hunde zur Wache abgestellt, aber in einem nahezu diebstahlfreien Land macht das auch nicht wirklich Sinn. Wer will denn in diese Bruchbuden einbrechen?

Bergrandstraße
Hundegebiet

Nach kurzer Bedenkzeit entscheidet Ihsan für uns, dass nicht jedes Austreten aus der Komfortzone automatisch gut sein muss, und Recht hat er, wir gehen zurück. Glücklicherweise kommt uns in diesem Moment ein kleiner Transporter entgegen, den ich intuitiv anhalte und den Fahrer und seine Frau frage, ob die Situation mit den Hunden sicher ist. Sie reagieren erst auf den Google Übersetzer, lachen dann aber, ja gar kein Problem. „Can we follow your car?“ frage ich trotzdem. Daraufhin zeigt der Kerl seinen Daumen nach oben, steigt aus und räumt die überdachte Ladefläche frei, sodass wir uns hinten reinsetzen können. Auf der Ladefläche liegen Gummistiefel, Eimer, Zangen, Seile und sonstige Klempnerutensilien, wie Ihsan richtig anmerkt. Wofür man auch immer man die in den Bergen benötigt. Jetzt zuckeln wir also die holprige und steile Bergstraße rauf, sparen eine große Menge Wanderzeit und werden erst nach einer Weile am Garten- oder Ferienhaus des Seniorenpaares rausgelassen.

Da ist jemand froh, Wanderweg gespart zu haben

Nach kurzem Bergauf müssen wir umdrehen, falsche Richtung eingeschlagen. Weiter unten nehmen wir eine Abzweigung, die aber nach ebenfalls kurzer Zeit in einen Pfad mit sehr hohem Gras umschlägt. Da ist Ihsan raus, was, wenn da Schlangen kommen? Stimmt auch wieder, also bleibt uns nur der falsche Weg von vorher, der auch in die richtige Richtung, nicht aber auf einen Gipfel führt. Als wir also schon zum dritten Mal an dem Ehepaar vorbeilaufen, das uns hochgefahren hat, versichern wir, dass wirklich alles okay ist. Wir müssen ziemlich verloren wirken hier oben. Der neue Weg führt uns sogar zu einem kleinen Tempel auf einem Bergpass, wobei es sich eher um einen Schrein handelt. Als wäre er gestern erst errichtet worden, glänzen das Metalltor und die Säulen im tiefsten rot und die Betonfarbe des Untergrunds strahlt in einem bedeckten Himmelblau. Weitere Hinweise auf die Neuartigkeit sind u.a., dass Verzierungen am Treppengeländer noch in Plastiktüten stecken und das Kernelement des Schreins, eine Statue/Gottheit, fehlt. Das fette Blechfass am Rande ist für die Verbrennung von Papier zuständig, ein Ritual zur Ehrung der Vorfahren. Die Feuer- und Papierluken verleihen dem Ofen industrielle Ausmaße.

Hellblau und rot: eine tolle Farbkombination
Auf der einen Seite das Tal…
… auf der anderen Taitung und der Ozean

Nach einer kleinen Pause auf der goldenen Bank, die unter dem Dach steht, gehen wir die Straße weiter und blicken in das Innere eines durch und durch grünen Tals. Zischende Wasserleitungen am Straßenrand und orangene Hütchen, die auf die Baufälligkeit einer Straßenstützkonstruktion aufmerksam machen, verunsichern Ihsan, der auch bei dieser Route kein gutes Gefühl hat. Aus dem Tal hört man immer wieder die Bässe eines Musik-Festivals, eine Cover-Version von „Holding Out for a Hero“ löst unseren kollektiven FamilyMart-Ohrwurm ab. Des weiterhin tönen Schreie durch die Berge und Bäume, die garantiert von Tieren stammen. Ihsan will es nicht googeln, aus Angst davor, was es sein könnte, „Ich mag Tiere einfach nicht!“ Sollte ich ihm sagen, dass es ziemlich sicher Affenschreie sind? Nicht nötig: Einige größere Vögel, die in den Bäumen rascheln, und deren Bewegungen auf den ersten Blick tatsächlich die von Affen sein könnten, geben ihm den Rest. Keinen Schritt weiter, Umkehren lautet die Devise. Das nehme ich gerne an, ich kann überhaupt nicht einschätzen, wie gefährlich das weitere Wandern gewesen wäre. Jedenfalls weiß ich, dass unsere 7/11-Plastiktüten vermehrten Speichelfluss bei den darauf konditionierten Affen hervorrufen würden. Es kann gut sein, dass die Straße sonst auch nur zu Fuß begangen wird, sondern ausschließlich per Auto oder Motorrad, wie unsere Erfahrung mit den Hunden weiter unten quasi bewiesen hat. Ihsan nimmt schon die ganze Zeit Videos für seinen Vlog und für seine Freunde auf, in denen er sich leicht verrückt macht. „Überall irgendwelche Geräusche. Ich bin so angespannt!“

Abgesehen von diesem Weg gibt es hier ausschließlich pure Natur

Also chillen wir wieder im Unterstand des Schreins, keine schlechte Idee ansgesichts des kommenden Nieselregens. Während der Verspeisung des Proviants fährt ein weiterer blauer Transporter auf der engen Straße, nur diesmal ohne Überdachung der Ladefläche. Er biegt auf das Grundstück ein, durch das rote Tor, nimmt Kurs auf das Haus 100 Meter weiter hinten, hält aber neben uns an. Ein kleiner Taiwanese in Flip-Flops, Adidas-Sporthose, dünner Cap und großem FILA-Aufdruck auf seinem Shirt steigt aus und fuchtelt mit seinen Händen rum, während er auf Chinesisch spricht. Ich schätze ihn auf vielleicht 50, die Beine sind ziemlich zutattoowiert. An seiner Handbewegung erkennen wir, dass er nach Fahrzeugen fragt. Dass wir ohne eigenes Auto hier sind, beeindruckt ihn sehr. Er kommt hochgelaufen und ist zum Glück nicht wütend, dass wir uns in seinen Privattempel gefläzt haben. Vielmehr strahlt er aus allen Poren und scheint ein großes Mitteilungsbedürfnis zu haben. Ihsan erbarmt sich, zückt seine Übersetzer-App. Jedes Mal, wenn der Kollege zu sprechen aufgefordert wird, double-timed er Chinesisch, vorübergebeugt mit dem Mund am Handy, als wäre es sein Mikrofon. Die wilden Handbewegungen und grundsätzliche Hibbeligkeit lassen ihn wirklich wie einen Rapper wirken.

Den Schrein hat er wohl selber gebaut; wie vermutet, ganz neu. Die goldenen Löwenstatuen auf der Treppe sind noch nicht eingeweiht, weshalb sie in Plastiktüten stecken, bitte nicht anfassen. Die Drachenschlange oder zumindest irgendwas mit Drache ist die Gottheit des Tempels, die noch fehlt. Inspiriert sei das von der Bergform, wo der Schrein den Kopf des Drachen darstellt. Überprüfen kann ich es nicht, aber es klingt schon etwas beliebig. Na gut, Grundstück ist Grundstück, und alles muss ja irgendwie eine Story haben. Die Statue selbst steckt anscheinend irgendwo auf dem chinesischen Festland und soll hergebracht werden, wenn, ich paraphrasiere, die Lage sich beruhigt hat.

An Ihsan und mich hat der Taiwanese natürlich auch wieder Fragen. Deutschland (die deutschen Autos) lobt er in höchsten Tönen, gerade im Vergleich zum schlechten Taiwan. Er erkennt auch an, dass Festlandchina aufgeholt hat. Er will für einen deutschen Freund, das verstehe ich sogar auf Chinesisch, ein Foto mit uns machen. Dazu zeigt er uns, an wie viele Kontakte auf seinem Handy er die Fotos schickt und welche Reaktionen zurückkommen.

Dass er uns hier getroffen hat bzw. dass wir generell hier gelandet sind, spricht er mehrmals an und behauptet, es sei das Schicksal. Gerade an diesen Schrein, ja ist das denn zu glauben?? Er ist völlig aus dem Häuschen, muss auch gleich ein, zwei Freunde anrufen, um es ihnen zu erzählen. Tatsächlich dürfte der Ort für Fremde nicht gerade leicht zu finden sein und ich glaube auch nicht, dass bisher irgendjemand anderes, der nicht Taiwanese ist, den Schrein gesehen hat. Taitung County ist sowieso sehr ruhig, es gibt keine ausgeschilderten Wanderrouten, wir sind nur per Zufall auf dieser Straße gelandet und Hindernisse wie aggressive Hunde oder schreiende Affen gab es auch genug. Die Sache ist also klar: wir drei haben ab sofort eine ganz besondere Verbindung.

Foto mit dem Architekten des Schreins
Begeistert erzählt er vom Treffen mit uns
Die Freude kennt keine Grenzen

Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, bietet er uns natürlich auch noch an, als Taxi für den Abstieg zu dienen. Er ist ja gerade erst oben angekommen und würde es wirklich nur aus altruistischen Gründen tun. Aber gut, wer so sehr an das Schicksal glaubt, für den ist eine solche Leistung vermutlich selbstverständlich. Dankend nehmen wir sein Angebot an, denn weder auf Durchnässung noch auf eine erneute Hundspassage haben wir wirklich Lust. Sein Transporter hat allerdings keine überdachte Ladefläche, deshalb quetschen wir uns zu dritt in die Fahrerkabine. Und wenn ich Quetschen sage, meine ich Quetschen:

Wegen solcher Abenteuer verreist man!

An der sicheren Landstraße lässt uns der Ehrenmann schließlich raus und wir haben damit eine Wanderung abgeschlossen, die nie wirklich eine Wanderung war, was in dem Fall nichts Schlechtes bedeutet. Entspannt geht es zurück in die City, wo ich erstmal einen Powernap machen muss. Ich bin extrem erledigt, führe das aber mehr auf die ungesunde Ernährung zurück. Nach dem Frühstück habe ich ausschließlich billige Zucker-Backware gefressen, um meinen Kalorienhunger schnellstmöglich zu stillen. Zumindest für heute kann ich die Dinger nicht mehr sehen.

Der Tempel, den wir gestern Abend angeschaut hatten, zündet am Nachmittag ohne erkennbaren Grund sehr viele und besonders laute Feuerwerke. Rauch steigt auf, ich sehe kleine Kinder sich an ihre Mütter klammern. Auch Ihsan, der mir vorhin noch erzählt hat, er sei kein großer Fan von Silvester, verzieht sich lieber schnell nach drinnen.

Normalster Samstagnachmittag in Taitung

Obwohl wir so durchhängen, raffen wir uns auf, vor Sonnenuntergang, der schon um 20 nach fünf ist, nochmal nach draußen zu gehen. Eine letzte Sache, die ich in Taitung gerne gesehen hätte, ist das Ensemble von Stadtpark und rechteckigem See am nordöstlichen Stadtende, ganz in unserer Nähe. Mit YouBikes fahren wir die Straße entlang, bis wir auf einen Schlag die Stadt verlassen und in der reinen Natur sind. Der See, den Google mit „Floating Lake“ übersetzt, ist vielleicht 80 Meter breit und zieht sich in exakt rechtem Winkel ziemlich genau einen Kilometer in die Ferne. Hat das Ludwig XIV. errichtet oder wo bin ich hier gelandet?

Floating Lake Taitung

Umrundet ist der See, in dem entgegen der Anweisungen auf Schildern sogar Leute schwimmen, von einem Fahrradweg, den entlangzudüsen unheimlichen Spaß bereitet. Am hinteren Ende wartet die Küste, die meiner Meinung nach hier besonders schön ist, aufgrund der Randsituation bezüglich der Stadt. Abgesehen von an einer Hand abzählbaren Taiwanesen, die nach und nach verschwinden, gibt es hier nur kleine Fledermäuse, die in der Dämmerung über den Steinstrand flattern. Mein optisches Highlight heute: der orangene Himmel über den südwestlichen Bergen. Ich wusste nicht einmal, dass man aus Taitung so schönes Abendlicht genießen kann, mega!

Sonnenlicht hinter den Ausläufern taiwanesischer Gebirge

Für Abendessen suchen wir ein Restaurant auf, in dem ich mal wieder Rindfleisch in meiner Nudelsuppe finde, das auf keiner Karte erwähnt wurde. Weil es aber auch nicht explizit ausgeschlossen wurde (z.B. durch ein vegetarisches Label), bin ich wohl kaum im Recht und ich akzeptiere es, wie schon ein paar Mal, seit ich in Taiwan bin. Für Nachtisch geht’s wieder auf den Night Market. Obwohl man jetzt schon so oft auf diesen Märkten war und gefühlt alles gesehen hat, geht man trotzdem immer wieder gerne hin, schaut sich um und fühlt sich einfach wohl dabei, an dieser sozialen Gemeinschaft teilzuhaben.

Taitunger Restaurant

Danach schlendern wir ein wenig ziellos umher und schauen uns aus Jux und Dollerei mal ein örtliches Casino an. Zielgruppe Männer in der Midlifecrisis Crisis, die verzweifelt ein Token nach dem anderen in die blinkenden Automaten einwerfen. Gar nicht mal so anders als in Europa, abgesehen von der Gameification.

Um es einmal gesehen zu haben: taiwanesisches Casino

In der Kinder- und Jugendlichenvariante nebenan, „Tom‘s World“, geht es moralisch gesehen keinen Deut besser zu. Es gibt einfach mehr Plüschtiere, scamhafte Greifautomatenkisten und physikalische Spiele wie Flippermaschinen. Neben einigen Schülern sieht man aber auch hier Erwachsene, die wie besessen ihre Plastikbox mit den Tokens, die man zum Spielen erwerben kann, herumtragen und Münze für Münze im Schlitz versenken. Der Blick eines Typen geht straight in die Maschine, für nichts in der Welt wendet er den Blick ab, ignoriert uns. Ganz leichte Zombie-Vibes. Ein paar Jungs haben aus einer Rhythmik-Maschine Sport gemacht, rasten richtig aus und benötigen Trinkpausen, für die sie ihre Sporttrinkflaschen mitgebracht haben.

Kann man das Sport nennen?

Jetzt müssen wir auch mal ran, einmal ist keinmal: im Airhockey werde ich von Ihsan abgezogen, dafür besiege ich ihn im Mario Kart-ähnlichen Rennspiel, für das zwei physische Motorräder vor den Bildschirmen stehen, und auf denen man sich zur Seite neigen kann, um den eigenen Charakter zu lenken.

Eine Runde Zockerhölle muss sein

Beim Gehen will ich meine verbleibenden drei Tokens an die sportlichen Jungs verschenken. Für 10$TD (0,28€) bekommt man vier Stück, weshalb die wirklich kaum etwas wert sind. Der Typ besteht aber darauf, sie mir auszuzahlen, „I have to pay you!“ Ich will schon in den Fahrstuhl gehen, aber vielleicht verletzt es ihn, wenn ich das Geld nicht annehme. Naja, aus irgendeinem Grund bekomme ich von ihm das Dreifache des Werts, voll komisch.

Im Hotel suchen wir die Fährverbindung für morgen raus und versuchen, uns früh fertig zu machen. Ihsan telefoniert, betet wieder und schaut anschließend eine Menge Reels. Was mir beim Zuhören auffällt, ist der sehr oberflächliche Inhalt. Straßenunfragen an Frauen, wieviel Geld der Mann haben sollte, welches Auto er fahren sollte usw.; aber auch muslimischen Content meine ich rauszuhören.

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