Ich will einfach mal wieder rauskommen und nehme mir Ihsan zum Vorbild, der laut eigener Aussage schon öfter einfach drauf los gefahren ist. Nachdem ich mir im 7/11 Frühstück geholt habe, weil die Cafeteria sonntags geschlossen ist, hole ich mir kurz vor mittags ein YouBike und fahre gen Osten.
Eigentlich will ich mal Pingtung sehen, das Potsdam von Kaohsiung, aber auch eine Google-Suche gibt keine Sehenswürdigkeiten an, sodass ich nur bei der Himmelsrichtung bleibe. Interessant sind vor allem die kleinen Berge, die den Küstenstreifen vom Hinterland trennen.
Schon nach ein paar Minuten strample ich zwischen Feldern und Äckern, Touristen sieht die Region wohl selten. Zwei ältere Frauen auf einem Motorrad rufen mir Hallo zu, ansonsten geht jeder seinem Leben nach. Nach dem Unterqueren einer Autobahntrasse werden die Häuser weniger und die einsamen Kreuzungen mehr, die Stadt endet langsam, auch wenn immer mal wieder ein Haus bzw. verlassene Baracke auftaucht.




Die Berge gleichen den kurvigen, grünen Straßen in Kenting, und auch die Steigung lässt grüßen, nicht ganz easy mit den drei Gängen des YouBike. Ich habe es bei letzter Gelegenheit nochmal ausgetauscht, um den Leihpreis möglichst gering zu halten, denn der Stations-Service reicht nur bis zum Stadtrand.
In einer Kurvenbiegung fällt mir eine ziemlich hohe Pagode in der Ferne auf, und da ich eh kein richtiges Ziel habe, setze ich es mir. Der Turm ist von einer Art Park umgeben: Massig Parkplätze, aber auch gepflegte Grünanlagen und Bäume schmücken das Grundstück. Dazu mehrere repräsentative Eingänge, an denen große Schriftzüge prangen oder Wachjobs an Rentner vergeben wurden. Die winken mich freundlich durch und ich darf das Fahrrad zwischen den ganzen Motormaschinen abstellen. Die Pagode steht auf der Hügelspitze, sodass ihr Eingang zwei Stockwerke unter dem richtigen Fassadenbeginn ist. Eine uniformierte Frau am Eingang und drei Büroheinis innen hinter Sicherheitsglas winken mich durch, entgegen meiner Befürchtung kostet der Eintritt nichts.



Ein paar asiatische Touristen, vermutlich Taiwanesen, gehen gemeinsam mit mir rein, sie steigen aber allesamt in den Fahrstuhl. Das kommt für mich nicht infrage, ich erarbeite mir die Aussicht. Gute Entscheidung, denn jedes Stockwerk hat etwas zu bieten. Prinzipiell ist die Pagode wie ein Archiv oder eine Bibliothek aufgebaut, nur dass statt Büchern Bildnisse von Buddha oder Gedenktafeln die deckenhohen Reihen schmücken. Jede Treppe nach oben verändert den Stil, so sind die Platten mal golden, mal weiß (die Optik erinnert mich stark an die Renderings des neuen Ballsaals im Weißen Haus), mal sind die Buddhas aus Wachs und so weiter. Auf der Talseite befindet sich meist eine automatische Schiebetür zum Laubengang, vor der ein Altar einer größeren Buddha-Statue thront. Auf diesem liegt fast überall Essen. Gewöhnliches Essen, es könnte aus der Cafeteria sein, als Opfergabe. Dazu zieht ein ganz leichter Rauch aus Kannen auf dem Tisch und ich sehe eine Frau mit ihrem Sohn beten. Ich will sie gar nicht stören, also gehe ich bis nach ganz oben.





Die Aussicht im 14. Stock ist bombastisch, wäre da nicht dieses nervige Gitter, das auf jeder Ebene angebracht wurde und die Gebäudeansicht nicht nur von außen wie eine eng gerasterte Fassade (mit etwas Fantasie im DDR-Stil) wirken lässt, sondern auch noch einen ungestörten Panoramablick verhindert.


Also gehe ich wieder runter, bzw. nehme ich einen der drei (!) Aufzüge. Ich sehe schon, nicht nur in das Glänzende Gold wurde Geld gesteckt. Zwei Mitarbeiter rufen mir unten „Hello“ zu und rufen noch viel mehr auf Chinesisch, als ich mit „nǐ hǎo“ antworte. Da komme ich nicht mehr so schnell mit, gerade so kann ich die Frage nach meiner Nationalität beantworten. Danach hörts aber auf, jedenfalls mit meinem Verständnis. Auch andere dazugeholte Mitarbeiter reden auf Mandarin auf mich ein, keine Ahnung, was die wollen. Ich glaube zu verstehen, dass ich gefragt werde, ob ich oben beten war. Lächelnd schüttele ich den Kopf, und auf alle restliche Fragen antworte ich mit freundlichem Lächeln. Irgendwas mit Wasser will mir eine zeigen, ich komme mit zum Eingang, aber wir kommen auf keinen Nenner. Also verabschiede ich mich und die Tour geht weiter. Nach einem zur Anlage gehörenden Friedhof wird die Straße wieder leerer, ab und zu rauscht ein Motorrad an mir vorbei.

Die Straße hat jetzt nur noch eine Spur, Entgegenkommende müssen langsam fahren. An einer Kurve des Dschungels, die steil bergauf führt, bin ich so außer Atem, dass ich einen kleinen Stopp einlegen muss. Etwa 30 Meter vor mir zieht ein schwarzer Hund über die Straße. Nichts Ungewöhnliches, Streuner gibt es überall, in den Städten sind sie auch scheu wie Eichhörnchen. Aber der hier ist vermutlich keiner, als er mich bemerkt, dreht er sich um, hechelt und fletscht die Zähne. Nach einem kurzen Schock warte ich einfach, bis er weitergeht, aber den Gefallen tut er mir leider nicht. Stattdessen knurrt er, bleibt auf der Stelle, geht tendenziell eher in meine Richtung. Auf keinen Fall will ich umkehren, geschweige denn er paar Meter Vorsichtsabstand nehmen, denn ich habe mich unfassbar abgeschwitzt, dieses Höhenniveau zu erreichen. Nach einigen Minuten Fern-Anstarrwettbewerb hänge ich mich an ein Motorrad dran und trete voll in die Pedalen. Der Hund (faktisch übrigens ein Hundesohn) bellt zwar, aber bleibt zurück. Im Rückblick sehe ich, dass ich vielleicht in der Nähe der Einfahrt seines Herrchens stand, aber das lasse ich nicht gelten: all die Autos und Motorräder haben ihn ja auch nicht gekümmert.
Am höchsten Punkt der Strecke ist mein T-Shirt komplett nass, ich lande vor einem riesigen Tor am Straßenrand, dessen Beschreibung auf ein „stadion“ hinweist und hinter dem es steil bergauf geht. Diesen Olymp erklimme ich gerne, aber das Fahrrad bekomme ich nie im Leben rauf. Also lasse ich es an der Straße stehen, klauen wird das schon niemand. Diese Side Quests sind schon sehr interessant, das muss ich Taiwan lassen.
Ganz oben befindet sich zwischen einem länglichen Haus und zwei Schuppen der Parkplatz, auf dem vornehmlich SUVs stehen. Auf der Veranda des Hauses sitzen Frauen komplett in lila, sie tragen die typischen Landarbeiterhüte mit Nackenbedeckung (auch in lila). In dem Moment, in dem ich den Parkplatz erreiche, höre ich lautes Bellen hinter mir und fünf oder sechs Hunde rennen auf die Straße, schneiden potenziell den Rückweg ab. Die Frauen scheint das nicht zu kümmern, aber sie fragen ganz viel auf Chinesisch. Ich kann klarstellen, dass mein Fahrrad unten steht und ich keine Hilfe brauche. Sie wollen trotzdem, dass ich reingehe, denn das Haus ist die Administration eines Golfplatzes. Ich lehne dankend ab und gehe ein bisschen herum. Vom Parkplatz aus kann man in fast jede Richtung blicken, so sehe ich auch die klischeehaft bäuchigen Spieler in ihren schrägen Uniformen, die die noch schräger aussehenden länglichen Buggys an der Seite parken. Das Gebiet selbst ist aber atemberaubend schön: reinste Natur, perfekter Rasen, Baumreihen nach Maß und Glied, am Horizont die leicht vernebelten Berge der Umgebung. Eigentlich will ich nur kurz einen Blick werfen, aber gehe dann wenige Meter in einen Waldweg rein, der neue Aussichten verspricht. Recht schnell rast eine der Golffrauen ihren Buggy hinterher und redet laut auf mich ein. Ich soll mich neben sie setzen, dann legt sie den Rückwärtsgang ein und schießt rückwärts, bis wir wieder auf dem Parkplatz sind. Die 50 Meter hätte ich auch laufen können. Bevor sie mich rauslässt, muss sie mindestens drei Mal das Wort „forbidden“ ausspucken, obwohl ich schon beim ersten Mal klar und deutlich „Sorry!“ gesagt habe. Ist ja gut, ist ja gut. Ich hätte offensichtlich nicht spielen können, aber verstehe schon, dass man als Fremder nicht einfach auf das Gelände darf.

Der Rückweg zum Fahrrad ist aber ein großes Problem, weil die Hundetruppe wieder ankommt und mich diesmal sogar umzingelt. Bevor ich um Hilfe schreien muss, erbarmt sich eine freundlichere Frau des Ressorts und begleitet mich unter Protestbellen der Köter nach unten. 你們叫 „nǐ men jiào“ verstehe ich, frei übersetzt: die bellen nur. Sie lässt sich sogar zum Euphemismus schlechthin verleiten: „they peace, they peace“. Natürlich, und ich bin der Papst.
An dieser Stelle entscheide ich mich, definitiv nicht weiter Richtung Pingtung zu fahren, diese Steigung überlebe ich kein zweites Mal, jedenfalls nicht auf diesem Fahrrad. Zum Glück ist der „E-DA Theme Park“ nicht mehr weit weg, an dem an eine alternative Straße in Richtung Kaohsiung zurückführt. Der Themenpark ist so gewaltig, dass man sein Riesenrad, das auf einem Kaufhaus steht, sogar aus der Unibibliothek vom First Campus sehen kann. Und auch sonst erfüllt das Areal einige Superlative: im Stil irgendwo zwischen europäischer Renaissance, Star Wars, Ostblock und einem Zufallsgenerator soll jedes einzelne Gebäude gigantisch wirken. Dazu befindet sich der Freizeitpark, der eigentlich nur ein Teil des Ganzen ist, hangaufwärts, sodass man auch deshalb die ganze Zeit nach oben schaut, wenn man die Hauptverkehrsader befährt. Die Achterbahn sieht recht gemütlich aus, da habe ich wirklich schon Schlimmeres gesehen, aber ein Gerät, das zwei Schienen hat und wahrscheinlich wie eine übergroße Halfpipe genutzt wird, ragt bedrohlich in den Himmel. Daneben ein Eclipse-Gerät (wo hieß es jedenfalls früher auf der Steglitzer Festwoche in Berlin), die Besucher kreischen natürlich.



Ich mache mich auf zur Mall, denn sie beinhaltet unter anderem den Eingang zum Park. Auf der Kreuzung draußen stehen zwei personifizierte Ampeln, regelmäßig in ihre Trillerpfeife blasen und ihre ausgestreckten Arme um 90 Grad drehen. Ich bin mit dem Phänomen zwar vertraut, aber ich frage mich immer noch, ob das Errichten einer 紅綠燈 „Hónglǜdēng“ (Ampel) nicht doch die bessere Variante wäre. Naja, auf in die Mall, die vor Besuchern fast überquillt. Ein Ticket in den Park kostet umgerechnet knapp 22€, das ist mir für heute zu viel, denn der Park hat nur noch weniger als drei Stunden geöffnet. Die Vorstellung, alleine in den Freizeitpark zu gehen, finde ich aber schon lustig. Lustig, weil es vielleicht auch ein bisschen traurig ist.
Die die Mall es nicht nur überall anpreist, sondern selbst auf Google als „E-DA OUTLET MALL“ beworben wird, wär ich ja schön blöd, es mir nicht wenigstens einmal anzuschauen. Das Kaufhaus ist von innen schlicht weiß gehalten, allerdings mit wunderbar kitschigem Weihnachtsbaum, dessen „Merry Christmas“ nur durch ein rotes Band aufgehalten wird. Ganz nach dem Motto: Diese Baustelle öffnet Anfang Dezember.

Der Vibe fühlt sich wirklich nach Schlussverkauf an, Eltern strömen mit ihren Kindern in die Läden, um die billigen Deals abzugreifen. Billig? Nein, natürlich nicht, ich befinde mich im kommerzialisierten Zentrum eines Freizeitparks. Jedenfalls sind das 40€ für ein Sportshirt von Under Armour in meinen Augen nicht. Bei Puma probiere ich aus Prinzip Schuhe in Größe 46 an; das muss ich ihnen lassen, Auswahl haben sie hier.
Danach gehe ich wieder raus, habe aber noch keine Lust, weiterzufahren. Das Fahrrad steht sicher neben einem Wärterhäuschen, dessen zwei Mitarbeiter nicht verwunderlich ununterbrochen auf ihre Handys schauen, denn das Parkanhebot ist schließlich kostenlos. Also probiere ich den örtlichen Hi-Life aus, eine unterrepräsentierte Convenience-Store-Kette, dessen Filiale in einen kleinen Tempel eingelassen ist. Mit dem Mittagessen, das in der Mall übrigens unakzeptabel teuer gewesen wäre, setze ich mich auf eine Parkplatzmauer in den Schatten und futtere. Was macht man denn, wenn man alleine unterwegs ist? Und kein konkretes Ziel vor Augen hat? Ich habe keine Ahnung. Ein bisschen verloren fühle ich mich schon.

EDA Park. Unmenschlich groß, voll random Gebiet, Tickets, Shopping Mall, genug, Hi Life in Tempel, sitzen mit Essen und Handy. Was macht man wenn man alleine unterwegs ist? Eine Weile später beschließe ich, umzukehren. Die jetzige Straße verläuft weiter südlich, durch den Rest der Anlage, und ich sehe sogar ein paar westliche Menschen, deren blonde Köpfe eine wahre Seltenheit sind, sogar hier. Erst einmal kann ich bergab rasen, bevor es wieder hügelig wird. Obwohl ich nur ein moderates Croissant und einen Yakult getrunken habe, drückt die Anstrengung auf den Magen, ich muss mehrere Pausen machen. Ab und zu will ich mich irgendwo rein wagen, zu Tempeln oder vielversprechenden Wiesen, aber jedes Mal erreiche ich irgendwo eine Stelle, an der ich mich zu Fuß nicht mehr sicher fühle, sollten weitere verrückte Hunde aus einem Gatter springen. Taiwan hat zwar eine tolle Open World, aber mir fehlt das entsprechende Gefährt, um höherlevelige Gefahren zu umgehen.

Die erste YouBike-Station ist tatsächlich die, die ich schon einmal für eine Wanderung benutzt habe. Die paar Stunden Leihzeit haben mein Guthaben nur um 60$TD (1,70€) reduziert und weil genug Zeit ist, gehe ich nochmal denselben Berg rauf. Wanderung als Begriff ist übrigens übertrieben, flotten Schrittes gelange ich in 20 Minuten nach oben.
An der letzten Zwischenstation, die stets gut besucht ist, entscheide ich mich spontan, ein Kletterseil auszuprobieren, das den Hügel hinaufführt. Nächste Side Quest. Es ist auf jeden Fall nicht gefährlich und führt nur ein paar Meter aufwärts, die Neugier hat mich gepackt. Tatsächlich, oben habe ich einen 300 Grad-Blick und bin komplett alleine. Viel besser als die Route von letztem Mal, die viel zu schmal ist für die ganzen Taiwanesen. Bei mir gibt es sogar einen Pflock im Boden, auf dem man es im Sitzen geradeso aushält. Zwischen ein paar Ästen kann ich der Sonne beim Sinken aufmerksam zugucken. Zwischendurch kommen eine Wanderin und eine Frau mit zwei kleinen Kindern hoch, sie alle verschwinden aber schnell wieder.
Im Dunst der Ferne verwabert die Sonne, also mache ich mich auf den Rückweg. Am Seilstück muss ich sowieso vorsichtig sein, aber Hundegekläffe aus der Ferne lässt mich verharren. Auf dem unteren Platz der Zwischenstation knurren und bellen sich mehrere domestizierte Wölfe an, laut schreiende Menschen stimmen auch mit ein. Auf meinem steilen Hügel fühle ich mich recht sicher und fange an zu filmen, in der Hoffnung, durch die Blätter hindurch etwas aufzuschnappen. Der Tag meint es aber nicht gut mit mir, denn auf einmal kommen drei der Mistviecher angerannt und klettern den Hügel zur Hälfte rauf. Ich bin felsenfest davon überzeugt, nur wegen meinem high ground nicht angegriffen zu werden. Theoretisch könnte ich meinen Beutel mit Plastikflasche auf eins der Tiere schleudern, aber sie sind zu dritt und mein Herz rutscht mir wirklich kurz in die Hose. Ich bin kurz davor, laut um Hilfe zu schreien, ich kann ja in meiner Position auch kaum weg, so am Hang.
Ein paar Minuten bleibe ich in Verteidigungsstellung, der Frontmann der Hunde ebenfalls, es scheint ihn auch keiner zurückzurufen (wie zuvor noch geschehen). Irgendwann zieht er sich immerhin aus meinem Blickfeld zurück und ich nehme einen parallel verlaufenden Weg runter, in der Hoffnung, nicht attackiert zu werden. Vielleicht war es nie gefährlich, aber ich habe halt schon Hunde gesehen, die dann doch angreifen, das macht es für mich so schwierig, die Situation einzuschätzen.
Ich komme aber heil im Tal an und mache mich gemächlich auf den Nachhauseweg. So viel Stress mit Hunden, ich merke das meinem Gehirn richtig an. Abgesehen davon bin ich heute vor allem durch die Gegend geirrt, besonders erfüllend war das irgendwie auch nicht. Ich freue mich schon darauf, wenn ich wieder richtige Ausflüge mache.
Die Hauptstraße, die in die Stadt führt, hat viele Restaurants zu bieten. Bis ich ein passendes finde, dauert es aber, auf Night Market habe ich gerade keine Lust. Der Laden, in den ich einkehre, bietet sogar eine Pizzakarte an. Ich habe sie bisher zwar nicht sonderlich vermisst, aber beim Nachdenken bekomme ich Appetit. Leider ist sie viel zu süß und kaum large, anders als erwartet. Wenigstens weiß ich jetzt: Lieber nicht nochmal.

Ich hatte ja schon von einem Taifun geschrieben, der nächste Woche kommen soll. Zuverlässig meldet sich jetzt auch André, der die private Krisenapp spielt. Wir sollen bitte Vorräte anlegen, auch für Trinkwasser, denn manchmal würden sie es wohl abstellen, Fenster gut schließen, Nachrichten lesen usw. Eine liebe Geste, und André hat nun wirklich schon einige Taifune erlebt, deshalb nehme ich ihn auch ernst.
Auch Henry meldet sich kurz wieder, als er meine Insta-Posts bestaunt. Nächste Woche geht es für ihn nach Hanoi, wo er die nächste Liebe seines Lebens treffen wird. Dazu bekomme ich Screenshots seines cam calls mit Pham, wie der neue Fliegenfänger seiner Gedanken heißt. Andere Leute schauen Reality TV, ich freue mich auf die garantiert ausführlichen Berichte von Henrys romantischen Abenteuern.
Nachdem ich am späten Abend mit meinen beiden deutschen Mitbewohnern telefoniere, gehe ich wieder recht spät ins Bett, was ich angesichts des laschen Stundenplans aber werde verkraften können.
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