Ao Nang (Samstag, 14. März)

Auf gut Glück rufen wir vier am Morgen ein Grab, und hoffen, die Gruppenbuchungen auszutricksen, die wir auf GetYourGuide gesehen haben. Eine auf engen Raum gequetschte Gruppe kann man sich sparen, also probieren wir es individuell. Ein zweites Frühstück verspeisen wir im Auto, während der Fahrer uns überzeugen will, an einem ‚cooleren‘ Ort Kayak fahren zu gehen. „It’s a really good place“, ja genau. Sagt sein Kumpel am Telefon. Apropos Telefon, der Fahrer ist mal wieder einer der wilden Sorte, scrollt ununterbrochen seinen Facebook-Feed nach unten und liest dabei Texte. Wir lassen uns trotzdem nach Ao Thalane bringen, wo eine der Verleihstationen in der Mittagshitze leer steht.

Ein alter Mann zeigt uns die Landkarte der Region, mit eingezeichneten Routen, wir suchen uns die Boote aus. Als einziger bevorzuge ich es, in einem Boot zu fahren, dass den Namen Kayak auch wirklich verdient. Julius und Ediz schnappen sich einen Doppelsitzer, auch Julian hätte darauf Lust, hat aber auch kein Problem damit, sich aufzuteilen. Ist das von mir jetzt unsozial oder eine gerechtfertigte Durchsetzung meiner Bedürfnisse? Man zahlt 700 Baht (19€) für einen Doppel und 500 Baht (13,50€) für einen Einzel. Jedenfalls sind die Einsitzer deutlich flinker unterwegs, das merken wir vom ersten Wasserkontakt an. Mal rechts, mal links lassen die zwei sich überholen, während sie versuchen, sich abzustimmen.

Der Zweierkahn

Die Umgebung ist von Sekunde eins an wunderschön, wir treiben vorerst auf einem Flussausläufer. Zum Landesinneren erheben sich begrünte Felsberge, um uns herum deuten sich die Mangroven an und im Südwesten sieht man das offene Meer. In viele Richtungen gibt es Strände, oder besser gesagt Sandbänke. Allgemein ist das Wasser sehr flach, weshalb wir direkt einen großen Bogen um eine Sandbank herum nehmen müssen. Dort landen wir an, schießen ein paar Fotos und cremen uns ordentlich ein. Schon jetzt steht die Sonne fast senkrecht und wir werden noch für Stunden unterwegs sein. Wobei ich mir nicht einmal sicher bin, ob die Creme auf dem Schweiß überhaupt haften kann. Außerdem müssen wir anfangen, Vorräte zu vertilgen, denn selbst in den wasserdichten Säcken fängt das Essen an zu erhitzen, als ob es eine Mikrowelle wäre.

Die Berge im Land…
…Sandbänke und offenes Meer in die andere Richtung.
Absurde Momentaufnahme

Dann arbeiten wir uns an einem schmalen Randstreifen weiter vor, hadern mit dem flachen Wasser. Ein knietief im Wasser stehender Fischer weist uns an, seine Linien zu meiden, andere ‚Kayaks‘ mit Guides kommen vorbei. Hinter einer Kurve erschließen sich erste winzige Strände am Fuße hoher Felsen, genauer genommen zwischen deren Zehen. Julius und Ediz sind immer noch dabei, ihre Koordination zu finden und rammen mich das eine oder andere Mal. „Brems doch mal!“ ruft Julius seinem Steuermann zu, mein Beweisfoto zeigt aber, wie viel Spaß er selbst an der Aktion hat.

Ob‘s bei euch genauso grade ist?
Eigentümliche Bergformen (wie die Nase im Hintergrund) machen die Gegend so besonders
‚Oh nein, es crasht gleich“

Schließlich finden wir unseren eigenen privaten Strand, eingeklemmt als Schlucht zwischen zwei sehr hohen und steilen Felswänden und vor dem offenen Wind geschützt durch weitere Steinklötze im Wasser. In dieser Mini-Bucht watscheln Affen durchs Wasser, scheinbar sind die höhligen Felsen ihr Zuhause. Aus sicherer Entfernung beobachten sie uns, kommen aber nicht näher. Wir bleiben ebenfalls auf Entfernung, vorrangig aber, weil der Boden so schlammig tief ist, dass es so anfühlt, wie man sich Treibsand vorstellt. Ediz und Julius beginnen ein Foto-Shooting, Julian erkundet die Gegend und ich mache es mir zur Aufgabe, eine Felswand zu besteigen. Nur in Badehose fühle ich mich fast wie jemand, der hier dauerhaft lebt. Nur das superweiche 7/11-Mochi-Brötchen passt nicht ins Ambiente. Das windfreie, schattige, aber ausreichend warme Klima ist aber perfekt, der Strand ist weich und hinten im Dschungel gibt es bestimmt Essbares. Tatsächlich finden sich dort einige Zigarettenstummel, abgesehen von diesem Schönheitsfehler sieht man generell aber kaum angespültes Plastik oder sonstigen Müll. Das ist mir gestern bereits aufgefallen und scheint für große Teile der westthailändischen Küste zu gelten.

Mein neues Wohnzimmer
Nennt mich bei meinem zweiten Vornamen: Alex Honnold!
Ist das Sand oder sind das noch die Wolken?
Meditierzimmer
Die wahren Bewohner des Areals
„Monkey Beach“

Hinter dieser idyllischen Bucht geht es langsam in die ersehnten Mangroven, wo man beim Fahren nicht ununterbrochen der Sonne ausgesetzt ist. Als erstes fällt mir die sonderbare Vegetation auf. Ich war zwar schon mit Anna und Buggi in den Tainan‘er Mangroven, das hier ist aber etwas völlig anderes. Die praktisch einzige Baumart hier erinnert stark an schleichende Gestalten, die gerade ertappt wurden. Man kann gar keinen konkreten in die Erde gehenden Stamm erkennen, vielmehr besteht die Verwurzelung ausschließlich aus, nunja, Wurzeln. Zig verschlungene Vertikaläste greifen in den Matsch oberhalb der Wasserfläche, das reicht wohl als Verankerung. Es ging zwar über eine andere Baumart, aber erst vor Kurzem habe ich ein Video gesehen, in dem erklärt wurde, wie „walking trees“ ihre Wurzeln Stück für Stück verschieben, an die jeweils fruchtbarste Stelle. So entsteht der (genaugenommen wahre) Mythos vom laufenden Baum. Jetzt kann ich nicht anders, als mir ein schleichendes Heer an dunklen, mysteriösen Bäumen vorzustellen.

Beginn der Mangroven
„Walking trees“

„Das ist von der Natur her auf jeden Fall das Krasseste, was wir in Thailand hatten“, sagt Julian, und er hat recht. Zu allen Seiten werden wir überragt, paddeln durch die schluchtartige Umgebung. In der Mittagshitze sind sehr wenig andere unterwegs, wir haben also alles richtig gemacht. Auch hier gibt es wieder Sandbänke, Schlamm, dazu kleine Felsen aus angepappten Muscheln und auch kleine Fischchen, wenn man genau hinschaut. Dass dieses Biom überhaupt ohne gefährliche Tiere existiert, verwundert mich schon. Wenn sich ein wabernder Baumstamm als Krokodil entpuppen würde, würde sich das eher normal anfühlen. Julius und Ediz kriegen sich hier scherzhaft in die Haare, ihr Boot ist auf dem immer enger werdenden Raum aber auch schwer zu steuern.

Ruhige Gewässer…
…hohe Felsen…
…und manchmal auch weite Sicht

Je weiter man in den Sumpf vordringt, desto mehr Abzweigungen tun sich auf. Wir halten uns rechts, wollen eine möglichst weite Umrundung mitnehmen. Allerdings versiegen einige Abschnitte im Matsch, auf Steinen, sind schlicht zu eng oder komplett mit Ästen zugeschüttet, sodass ein Queren unmöglich wird. Die Hauptroute ist vermutlich deshalb nicht passierbar, weil wir gerade Ebbe haben, was auch die niedrige Besucherzahl erklären dürfte. Allerdings macht es trotzdem Spaß, in den Hexenwald reinzufahren, wo alles mehr oder weniger gleich aussieht. Also gehe ich nach dem klassischen Labyrinthprinzip vor, arbeite fast jeden Seitenarm ab, suche mir die side quests. Schaurig wird es auch durch die Schreie eines Tieres, das mich stark an die kleinen Störenfriede auf dem Penang Hill erinnert.

Eine irgendwie gruselige Gegend
Dreckig und gleichzeitig schön
Wenn der Ast mal nicht wie ein auferstehender Schlamm-Mensch aussieht…
Das Mangroven-Labyrinth

Es zeigen sich aber keine Bösewichte. Wenn ich mir so anhöre, wie die Teamarbeit von Julius und Ediz funktioniert, kein Wunder, da würde ich mich als Tier auch fern halten. Wie ein altes Ehepaar (zum Totlachen) versuchen sie sich an den verschiedensten Manövern, um über einen halbversunkenen Ast zu kommen, ihr Boot im engen Flussarm zu wenden. Wendekreis wie ein Panzer. Ich stecke voller Energie, und wenn das Wasser nicht extrem flach ist, kommt man auch schnell voran. Entsprechend überhole ich ab und zu die anderen, woran Julian sich zu stören scheint. „Hetz mal nicht so“, „Mach mal langsamer“ versucht er erfolglos, mich zu verlangsamen. „Ok, wenn du‘s zeigen musst…“ Ganz ehrlich, ich selbst bin der einzige, den ich damit beeindrucken will. Wer‘s nicht glaubt, hätte sehen sollen, wie ich ganz alleine Taiwan runtergedüst bin. Und außerdem ramme ich niemanden, höchsten ein paar Streifer sind dabei. Vielleicht färbt aber auch unser zankendes Ehepaar ab. Die Jungs können sich mit witzigen Angiftungen besser arrangieren als mit physischer Koordination. Letztlich drehen wir ab, fahren die ganze Strecke zurück, wie all die anderen Besucher vor uns.

Kein Kommentar nötig
Auf dem Rückweg
Das Wasser ist deutlich flacher, als es aussieht

Im weiten Gewässer hören die Hinweise aber auf. Julius und Ediz machen sich zu einer weit entfernten Sandbank auf, ich bleibe bei Julian im Schatten der Felswände und lege mich flach aufs Boot. Danach geht’s einmal um das ganze Gebiet herum, gegen den Wind, sodass wir die Mangroven von der anderen Seite sehen. In mehreren vermeintlichen Sandstränden sinkt man knietief ein. Es gibt aber einen richtigen, auf dem wir die letzte Pause machen. Ediz schwimmt nicht nur durchs schlammige Wassee, sondern ergötzt sich am Ufer wie eine erstklassige Sirene, die vorbeifahrenden Booten zusingt. Allesamt haben wir an Sonnenbrand zugelegt, teilweise ziemlich heftig. „Da wird aus rot nicht mehr braun, das fällt gleich ab“, kommentiert Julius.

Sirene Ediz

Die Bedürfnisse sind ab jetzt unterschiedlich, deshalb drehen wir noch eine schnelle Runde in einer Mangrovenschleife und kehren dann zurück, mit Rückenwind im Gepäck. Mit Blick in die sinkende Sonne drehe ich die Handylautsprecher auf, das ist der Vibe. Der alte Mann vom Verleih fragt nach unseren Erlebnissen und bietet erfrischende Wassermelonen. Nach vier Stunden Paddeln kann man die gut gebrauchen. Den gröbsten Dreck kann man abduschen, ganz verbergen kann man aber nicht, im Schlamm gebadet zu haben. Ein weiterer Grab bringt uns zurück, auf dem Weg penne ich mehr oder weniger ein.

Julian entspannt sich dann auf dem Zimmer, ich gehe dafür mit Julius und Ediz noch einmal zum Strand nebenan, am „monkey trail“ vorbei. Heute ist das Licht schöner, und Ediz fängt an zu labern. „Was wenn die Sonne für zehn Sekunden weg wäre?“ Das gleiche Szenario, aber mit der Luft, dem Wasser, dem Mond uvm. spielen wir jetzt durch, das Thema ist ein Fass ohne Boden. Im Grunde ist aber schon interessant. Auf dem Plastiksteg sind wir von Deutschen umgeben, alle sprechen unsere Sprache.

„Pai Plong Beach“

Bei den ganzen Fotos, die die Jungs mal wieder vom wirklich nicht so sehr spektakulären Sonnenuntergang knipsen, spreche ich einmal aus, was mir schon lange durch den Kopf schwebt. „Würdet ihr einen Urlaub machen, komplett ohne Fotos zu machen?“ „Nein!“ lautet es sofort von beiden. Aber guckt man sich die Bilder eigentlich jemals nochmal an hinterher? „Eigentlich nicht“, gibt Julius zu. „Das ist wie mit den Fotos im Unterricht. ‚Ja genau, ich fotografiere mir das ab, damit ich es mir später nochmal anschauen kann.‘ Aber am Ende verrottet alles auf der Festplatte“, gibt auch Ediz zu bedenken. Genau! Und es fühlt sich ja auch für mich selber komisch an, würde ich nie Bilder knipsen. Okay, ab und zu guckt man sich die Fotos ja schon noch an, gerade mit meinen Eltern habe ich früher viel Urlaubsfotos angeschaut. Wobei man früher auch eben viel weniger Bilder gemacht hat als heute. Vor allem Landschaftsbilder macht man viel zu viele, hat meine Mutter mal gesagt. „Sorum gesehen, wäre es doch eigentlich voll nice, in den Urlaub zu fahren, ohne den stetigen Drang, das beste Bild zu bekommen?“ Julius pflichtet mir jetzt bei. Ich meine, vielleicht kann man ja einen Kompromiss machen. Man nimmt eine Einwegkamera mit und kann diese frei benutzen. Denn die wahrlich schönen Bilder sind die von einem selbst und den Personen, die dabei waren. Ich bin überzeugt davon, dass das eigene Gedächtnis viel besser ist, als man denkt. Die Leute denken, wenn sie keine Fotos machen, werden sie vergessen, was sie gesehen haben. Aber ganz ehrlich, ich kann mich an viele Urlaube, gerade an lang vergangene, visuell erstaunlich gut erinnern. Jedenfalls an die Momente, die ich heutzutage sofort fotografiert hätte. Für meine aktuelle Asienreise möchte ich übrigens eine berechtigte Ausnahme verbuchen, die mir dieser Blog gibt. Viele Dinge hätte ich ohne den Blog sogar eher nicht fotografiert. Aber hoffentlich bin ich einmal mutig genug, einen Urlaub ohne Smartphone-Fotos zu bestreiten. Wandern dürfte sich dafür anbieten, die Bilder von da sehen am Ende eh oft sehr gleich aus. Vom Sonnenuntergang hier mache ich übrigens demonstrativ kein Foto, nur vom orangenen Himmel danach. Der spiegelt sich immerhin auf der ganzen Wasseroberfläche.

Ein Sonnenuntergang wie viele andere

Des Weiteren stellen wir fest, alle keinen Bock auf Deutschland zu haben, Julius hat es letzte Woche ja mal für vier Tage ausprobiert. Gerade beim Gedanken an S- und U-Bahnen bekomme ich regelrecht schlechte Laune, nachdem sich dieser Gesellschaftsaspekt in Südostasien wirklich nicht verstecken muss. Als es schon dunkel ist, laufen wir zurück, mir fallen wieder die Pickups auf, die durch Ao Nang fahren und mit übersteuerten Megaphonen den nächsten Boxkampf bewerben. Es gibt sogar ein Auto, auf dessen Dach ein kleiner Boxring gespannt ist und in dem sich zwei Boxer mit Handschuhen (beim Thai-Boxen doch eigentlich unüblich) aufwärmen. Wir treffen Julian und suchen uns diesmal ein Restaurant, das noch viel mehr Auswahl hat als das gestrige. 150-Baht-Cocktails (4€), mehrere Pizzen, thailändisches und indisches Curry füllt den Tisch. Julian geht danach wieder aufs Zimmer, ich ziehe nochmal mit Julius los und kaufe mir meine erste Thaihose für 150 Baht (4€). Auf „thai pants“ reagiert die Verkäuferin zuerst nicht, lacht dann aber und fragt, ob ich zufällig „elefant pants“ meine. Ja ja, die Touris. Im Vergleich mit Ediz‘ und Julius‘ Hosen aus Bangkok spannt meine leider, sieht wegen der Bündel am Knöchel aber nicht wie ein Kleid aus.

Auf dem Balkon der Jungs labern wir noch eine Weile. Julius quarzt mal wieder eine seiner letzten Zigaretten, bevor er nächste Woche aber wirklich aufhört. Wir labern über unsere Uni, vor allem interessiert mich mal Ediz‘ Perspektive auf den Highperformer in der Runde. Anscheinend darf sein Teamplay angezweifelt werden, er verschwinde immer so schnell wie möglich aus der Uni. Ediz bleibe zwar länger, aber je mehr ich ihn trashtalken höre, desto mehr verstehe ich Julius.

Ediz legt diesbezüglich noch einmal nach und beweist, dass er sehr gut „yappen“ kann, wie er selbst von sich behauptet. Da er vor Biotechnologie schon etwas mit naturwissenschaftliches gemacht hat und sich für Tiere interessiert, fliegen mir jetzt die Fakten um die Ohren. Die Jungs haben gestern eine Doku über Seegurken geguckt und ich erfahre, dass es sich dabei um Tiere handelt, die irgendeinen biologischen Prozess nur mit Aal im Anus abschließen können. Die Nemo-Fische (also Anemonenfische) haben unübliche Paarungspraktiken: Wenn die Mutter stirbt, vollzieht der Vater eine natürliche Geschlechtsumwandlung und bekommt mit dem Kind neue Kinder. Was das für den Film bedeutet, darüber darf spekuliert werden. Weibliche Seepferdchen legen ihre Eier in der Gebärmutter des Männchens ab, und Oktopusse seien so faszinierend, weil sie mit quasi keiner anderen Tierart direkt verwandt sind. Wir googeln den ersten gemeinsamen Vorfahren von Löwe und Tiger, der eine hundgroße Raubkatze vor ziemlich langer Zeit gewesen ist. Außerdem diskutieren wir auf Ediz‘ Initiative, welches Tier wir am liebsten wären und bekommen beigebracht, wie extrem unwahrscheinlich es ist, neun Mal hintereinander die gleiche Seite einer Münze zu werfen. Angeblich liegt der Guiness-Weltrekord bei acht Malen. Und es sei wahrscheinlicher, dass wir alle in einem fliegenden Gehirn im Weltall existieren (das rein zufällig entstanden sein könnte, so wie das erste Leben), als dass man 64 mal hintereinander die selbe Seite einer Münze wirft. Wahrscheinlicher als das sei auch, aus einem Sandhaufen mit allen Sandkörnern der Welt das eine richtige Korn herauszupicken. Ob wir schonmal einen Asteroiden gesehen haben, so einen mit blauem Schweif? Nein. Oder Mondgestein? Wobei, das findet Ediz dann doch nicht mehr so krass, denn der Mond war ja mal Teil der Erde. „Wenn man aufm Mond war, war mal eigentlich nur auf der Erde.“ Hier blickt auch Julius auf und stößt ungläubig Luft aus. So, jetzt reichts mir auch langsam, hoffentlich waren die ganzen Aussagen wenigstens richtig.

Ich wünsche den Jungs noch viel Spaß bei ihrer Island-Hopping-Tour, die sie morgen von acht bis 14 Uhr bestreiten und dass an ihren Stränden nicht allzu viele andere Boote gleichzeitig anlegen. Da es nicht ganz so viele Inseln sind, würde ich mich auf das Schlimmsge gefasst machen, nach meiner Erfahrung in den Philippinen. Auf jeden Fall aber kann man davon ausgehen, dass sie auf „Chicken Island“ wie die Hühnchen rot gebrannt werden. Achja, und in zehn Tagen sehe ich Julius wieder in Berlin, zum trainieren. Dann wird richtig durchgezogen, versprechen wir uns.

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