Kategorie: Allgemein
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Kuala Lumpur (Sonntag, 1. März)
Meine letzten Stunden in Taiwan brechen an. Julius entscheidet sich, mit uns anderen dreien zum Flughafen zu kommen, damit er sich dort um neue Bordkarten streiten kann. Das allgemeine Stresslevel fühlt sich für mich unnötig hoch an, die meisten Ampeln zum Hauptbahnhof werden bei rot genommen (obwohl die notwendige Geduld keinen signifikanten Zeitnachteil zur Folge…
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Taipei (Samstag, 28. Februar)
Auf den steinharten Matratzen schlafe ich halbwegs gut, wache aber etwas bedrückt auf, schließlich müssen wir heute schon Oskar verabschieden, und morgen ist Julius dran. Ganz zu schweigen davon, dass heute mein letzter ganzer Tag in Taiwan anbricht, der zumindest ein informelles Ende meiner Austauschzeit markiert (auch wenn diese eigentlich schon zu Jahresbeginn richtig geendet…
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Hualien (Freitag, 27. Februar)
In unserer fensterlosen Unterkunft ist wenigstens ein Frühstück inklusive, allerdings hören die Damen im Lokal nebenan das Wort vegan zum ersten Mal, aufgeregt diskutieren sie untereinander. Schließlich bekommt Oskar „thick sclices of jam“ angeboten, die sich aber als Brotklotz herausstellen. Einen sonnigen Spaziergang und zwei „Toy Story“-Automaten-Fails später brechen wir auf. Wie für Taitunger Busse…
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Taitung (Donnerstag, 26. Februar)
Heute ist besseres Wetter als gestern, jedenfalls regnet es nicht. Die letzten Stunden auf Lü Dao nutzen wir also nochmal, tauschen unsere Batterien aus und ziehen los. Frühstück gestaltet sich erwartungsgemäß schwierig, immerhin hat Oskar noch ein paar vegane Onigiri übrig, während wir anderen auf Steinstufen vorm FamilyMart Platz nehmen, zuckrige Fertignahrung verspeisen und überlegen,…
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Lü Dao (Mittwoch, 25. Februar)
Gottlos früh, nämlich weit vor fünf Uhr, klingeln unsere Wecker. Gefühlt im Halbschlaf laufen wir zum Hauptbahnhof, meine letzten Momente in Kaohsiung. Die convenience stores dort haben noch geschlossen, mit leeren Mägen gehts um 5:34 Uhr dann los. Der Tze-Chiang-Express ist mindestens so angenehm wie der HSR, nur billiger und unüberfüllter, wobei das auch an…
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Dienstag, 24. Februar
Mit dem 佛光山佛陀紀念館 „Fóguāng shān“-Buddha Museum und dem Affenberg ist der Tagesplan bereits übervoll. Um neun Uhr sehe ich einen ausgeschlagenen Papa und einen immer noch angeschlagenen Julian, der sich aber beste Mühe gibt. Die Zeit ist knapp und wir holen uns wieder die Reisbälle von gestern, ein guter Allrounder, mit dem man in Taiwan…
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Montag, 23. Februar
Obwohl wir die nächsten zwei Nächte genau hier gebucht haben, macht die Unterkunft Probleme, uns hier zu lassen. Okay, es läuft unter anderem Namen, aber ohne Rezeption ist es einfach schwer, eine Bleibe fürs Gepäck zu organisieren. Die Putzfrau hilft dann, klärt uns den ‚Rezeptionsraum‘ hinter dem stets offenen Schiebefenster am Eingang als Kofferablage. Die…
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Sonntag, 22. Februar
Am Morgen gehen Julius und ich noch einmal an den Strand, um uns einen Kontersonnenbrand einzufangen. Was bei Bier funktioniert, kann man doch locker auf andere Dinge übertragen? Aber im Ernst, eine halbe Stunde um zehn Uhr morgens dürfte verkraftbar sein. Die Flur hat die halbe Strandfläche gefressen, dafür sind wir allein und können nochmal…
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Kenting (Samstag, 21. Februar)
Wie wir uns selbst versprochen haben, wird heute ein entspannter Strandtag. Oskar will nicht geweckt werden, dafür latschen Schlenni und ich schon um elf an den Strand 100 Meter weiter. Erst jetzt lohnt es sich ja, ab UV-Index 7 und mehr. Im Gegensatz zu gestern ist es sehr leer und an einer vertrockneten Astgabel bauen…
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Kenting (Freitag, 20. Februar)
Wie Oskar gestern schon treffend festgestellt hat, ist das Klima im „Angels Hostel“ mehr oder weniger perfekt, trotz billigem Alround-Design. Entsprechend gut lässt es sich im 12er-Studio schlafen. Morgens ziehen Julius und ich nochmal kurz durch Ximending, um Kühlschrankmagneten für Großmutter und uns selbst zu kaufen und finden anschließend ein weiteres Frühstückslokal. Beeindruckend finde ich…
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Taipei (Donnerstag, 19. Februar)
Zwischen acht und neun klingeln unsere Wecker, und Gott sei Dank fühlen sich alle drei Kompagnons fit, den Tag zu bestreiten, Taiwan zu erkunden. Das Frühstück bestreiten wir an der „Shilin Station“, wo Oskar tatsächlich eine vegane Bäckerei findet und Julius und ich „Chinese Pizza“ probieren, mit Ei, Käse und cabbage. Richtig lokales Essen, wunderbar.…
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Taipei (Mittwoch, 18. Februar)
Aufgrund von Flugverspätung (Oskar und Julius aka. Schlenni sollen erst um 9 Uhr landen) leiste ich es mir auch, später aufzustehen. Einmal rasiert, gepackt, mache ich mich auf zum internationalen Flughafen Taoyuan. In der Arrival Hall von Terminal 2 treffe ich die beiden, ein freudiges Wiedersehen. Die Müdigkeit ist beiden ins Gesicht geschrieben, verständlich, nach…
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Taipei (Dienstag, 17. Februar)
War auf dem innerphilippinischen Flug noch alles okay, so friere ich mir in Richtung Taiwan den Allerwertesten ab. Und tatsächlich, nach der Landung merke ich schnell: Das Klima hat sich geändert. 13 Grad Außentemperatur und strömender Regen, das sind gute 20 Grad Differenz. Um zwei Uhr nachts fährt natürlich keine Metro, und eine Unterkunft habe…
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Palawan (Montag, 16. Februar)
Als die Jungs um vier oder fünf das Zimmer betreten, ist mir klar, dass ihr Plan wohl nicht bis ins letzte Detail aufgegangen ist. Wichtiger als das ist aber gerade eh, auf unser Leben klarzukommen. Der Hals schmerzt, die Blase drückt, man schwitzt sich einen ab und das Bad will man nun wirklich nicht betreten.…
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Palawan (Sonntag, 15. Februar)
Überhäuft mit Sand werde ich von Hahnenschreien geweckt. Neben Übersandung werde ich auch von einem engen Hals, einem nicht zu kleinen Kater, Schmerzen im Schienbein und solchen auf dem Rücken geplagt, Ursprung Sonnenbrand. Beim Verlassen der Hütte appreciate ich ausgesprochen, dass sich jemand anderes um die ganzen Befindlichkeiten wie nachts stehengelassene Flaschen und Gläser sowie…
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Palawan (Samstag, 14. Februar)
Der zweite Bootstourtag beginnt früh. Das Gequake benachbarter Frösche weckt mich auf, außerdem höre ich die beiden Jungs neben mir reden, ich solle doch mal aufstehen. Ich habe nur halbwegs Kater, was mich wirklich verwundert, und auch den anderen scheint es gut zu gehen. Eilig packe ich meine Sachen, während Lucas und Leo sich lauthals…
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Palawan (Freitag, 13. Februar)
Ab heute gibt’s mal wieder mehr zu erzählen! Schon früh starte ich Vogel in den Tag, also so war das doch mit dem Sprichwort? Das inklusive Frühstück besteht aus zwei Pfannkuchen à la Supermarkt, aber das ist okay. Bevor ich mich in den nächsten Tagen rundum verpflegen lasse, latsche ich die Strecke zum Hafen selbst…
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Palawan (Donnerstag, 12. Februar)
Neuer Tag, neue Reise. Bevor ich loskann, muss ich nur noch (wie ausgemacht um zehn) meine Wäsche abholen, aber das gestaltet sich schwierig. Weil ich gestern Abend quasi alle Hosen weggegeben habe, stehe ich nun mit umgeschlagenen Pulli vor den staubigen, verschlossenen Türen des Kiosks. Dass ich so ein Risiko eingegangen bin, war mir gar…
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Palawan (Mittwoch, 11. Februar)
Manila die zweite. Kein Wunder, vier Stunden nachts ziehen sich dahin. Die Wartehallen sehen hier alle gleich aus, die Leute quälen sich alle gleich stark, das Ticken der Uhr zu überstehen. Hier habe ich weniger Vertrauen in meine Mitmenschen, weshalb der Rucksack zwischen meinen Beinen klammert, während ich versuche, die Augen zu schließen. Das Boarding…
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Bohol (Dienstag, 10. Februar)
So, heute und auch nur genau heute habe ich Zeit, um mir Bohol anzuschauen. Laut allen Reisenden, mit denen ich gesprochen habe und die schon hier waren, sollte das auch reichen. Nach einem sehr, sehr spärlichen Frühstück mache ich mich um zehn Uhr los, erstes Ziel ist das „Philippine Tarsier Sanctuary“. Ich mache mir übrigens…
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Bohol (Montag, 9. Februar)
Mein Motorradverleiher Anthony empfiehlt, lieber 40 Minuten vor Abfahrt am Hafen zu sein, also lege ich mich früh ins Zeug. Leider will mir der Dorf-ATM kein Cash withdrawen, sodass ich ohne Frühstück auskommen muss. „Exceeded your daily limits“ klingt mir bei läppschen 2.000 Peso (knapp 29€) am frühen Morgen ziemlich nach Verarsche. Tatsächlich steht der…
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Camiguin (Sonntag, 8. Februar)
Wie empfohlen wacht unser neuer Roommate Jo als erstes auf und macht sich fertig. Weil er mich als wach identifiziert (okay, ich sitze am Handy im Bett), spricht er mich direkt an: „About the rental service. Do they ask for the drivers liscence? Because I need to make up a good story in case they…
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Camiguin (Samstag, 7. Februar)
Noch vor Weckerzeit scheinen mir Sonnenstrahlen in die Fresse, was für ein Tagesbeginn. So ohne Fensterscheibe kann man davon auch Sonnenbrand bekommen, also richte ich mich lieber schnell auf. Unten im Salon sitzt mal wieder Diggi, der Tauchlehrer, und genießt das Leben. Fließend wechselt er zwischen Deutsch und Englisch, erzählt mir von seinen Freunden auf…
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Camiguin (Freitag, 6. Februar)
Es ist schon sehr frustrierend, als ich um zehn Uhr aufwache und es immer noch konstant regnen tut. Der Taifun ist wohl vorbeigezogen, seine Schlieren hinterlassen aber lange Spuren. Ich kann also ganz entspannt versuchen, mich ohne Spiegel zu rasieren und wieder ins Bett legen. Erst um elf wird es etwas besser. Immer noch die…
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Camiguin (Donnerstag, 5. Februar)
Ich höre den Wecker vor lauter Regen fast nicht, eine frühe Fähre auf das nahegelegene „White Island“ hat sich also erledigt. Mehrfach snooze ich, mehrfach tönt der Regen ins Haus hinein. Um elf Uhr gehe ich schließlich nach unten, um mein Trinkwasser aufzufüllen, und finde die beiden glatzköpfigen Herren von gestern am selben Tisch wie…
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Camiguin (Mittwoch, 4. Februar)
Leo‘s Philippinen Blog? Nunja, der Blogname suggeriert es nicht gerade, diese Reise stand zu Beginn noch nicht einmal in meinen Gedanken. Und prinzipiell soll der Blog vor allem meine Zeit in Taiwan beinhalten. Aber ich kehre ja nochmal zurück und eine Pause verträgt sich mit meiner Schreibroutine bestimmt ganz schlecht. Außerdem gehört der Urlaub hier…
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Dienstag, 3. Februar
Die letzten regulären Stunden (alleine) in Kaohsiung brechen an und ich stehe um sieben auf, um Anna und Buggi mit einer Umarmung zu verabschieden. Für die beiden geht es nach Hongkong und dann ebenfalls auf die Philippinen, bevor sie Anfang März heimkehren. Sie haben schon fast alle Unterkünfte gebucht, davon könnte ich mir eine Scheibe…
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Montag, 2. Februar
Der letzte ganze Tag in Kaohsiung bricht an, wie schade. Also sollte ich die billigen Friseurpreise ein viertes und letztes Mal abstauben. Alle Strecken lege ich mit Fahrrad zurück, einfach um den Charakter der Stadt aufzusaugen. Parken in der Fahrspur, hunderte Motorräder um mich herum, die riesige Hauptstraße zum Hauptbahnhof, der dunstige Horizont, in dem…
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Sonntag, 1. Februar
So richtig chillen kann ich jetzt nicht mehr, da sich vor einer (Ab-)Reise immer mehr Dinge aufdrängen, als man vorher erwartet hätte. Also ziehe ich mittags los, um mir endlich ein zweites Paar Schuhe zu kaufen. Passenderweise werde ich im einem Puma-Store in der „E Sky Mall“ fündig, sodass meine Socken und Schuhe endlich matchen.…
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Samstag, 31. Januar
Ich finde es erstaunlich, wie dringend nötig bereits Ende Januar eine Klimaanlage wieder ist. Klar befindet sich die Jungs-WG im 28. Stock, aber selbst beim oberkörperfreien Rumlaufen schwitze ich mir den Allerwertesten ab. Die Anlage funktioniert zum Glück reibungslos, beherbergt bestimmt keine Mäuse und mit noch mehr Glück vertreibt sie sogar die Kakerlaken aus Fabis…
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Freitag, 30. Januar
Der heutige Tag ist eine aufgepimpte Version des gestrigen. Weiterhin chille ich viel in der Wohnung, bin aber produktiver. Erst hole ich Annas und Buggis Blog auf und lese über die Orte ihrer Fahrradtour, an denen ich teilweise auch schon gewesen bin. Dann verschicke ich Bachelor-Zulassungsanträge, erweitere meinen Sparplan um die TSMC-Aktie und kümmere mich…